• 22.01.2025 – Apotheken-News: Biosimilars zugelassen, Cyberangriff auf D-Trust, Lieferengpässe bei Medikamenten

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Apotheken-News: Biosimilars zugelassen, Cyberangriff auf D-Trust, Lieferengpässe bei Medikamenten

 

Fortschritte in der Medizin, digitale Risiken und Herausforderungen in der Versorgung prägen Gesundheit und Technik gleichermaßen

Prominente wie Günther Jauch prägen mit ihrer Werbung für Online-Apotheken die Debatte um die Zukunft traditioneller Vor-Ort-Apotheken, während Studien die hohe Akzeptanz von Apothekenimpfungen und deren Potenzial für die flächendeckende Versorgung belegen. Fortschritte in der Augenheilkunde und die Zulassung neuer Biosimilars bieten Patienten mit schweren Netzhauterkrankungen kostengünstigere Behandlungsoptionen, doch Lieferengpässe wie bei Prostavasin zeigen die anhaltenden Herausforderungen in der Medikamentenversorgung. In Griechenland deckte ein Personalausfall in einer staatlichen Apotheke systemische Schwächen im Gesundheitswesen auf, während ein Urteil zur Einstufung von Dronabinol-Produkten zu Unsicherheiten in der pharmazeutischen Praxis führt. Wegweisend ist zudem die Anerkennung von Post-COVID-Erkrankungen als Grundlage für eine Verletztenrente, die neue soziale Absicherungen für Betroffene ermöglicht. Gleichzeitig investiert OpenAI mit Partnern in milliardenschwere KI-Technologien, während ein Cyberangriff auf sensible digitale Gesundheitsdaten die Schwachstellen in der IT-Sicherheit offenlegt und den dringenden Handlungsbedarf unterstreicht.


Die Diskussion um die Werbemaßnahmen prominenter Persönlichkeiten im Zusammenhang mit Online-Apotheken hat erneut an Schärfe gewonnen. Im Zentrum steht dabei der bekannte Moderator Günther Jauch, der als Testimonial für die Online-Apotheke Shop Apotheke auftritt. Die Chronikerin Michaela Axtner, eine engagierte Verfechterin traditioneller Vor-Ort-Apotheken, kritisierte dieses Engagement in einer Reihe provokativer Fragen, die an das Konzept von „Wer wird Millionär“ angelehnt waren. Sie stellte die Auswirkungen solcher Werbemaßnahmen auf die Zukunft der stationären Apotheken infrage und warnte vor den langfristigen Folgen für die flächendeckende Versorgung. Ihre Initiative zielt darauf ab, das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Bedeutung lokaler Apotheken zu stärken.

Unterdessen zeigt eine Studie der Universität des Saarlandes das große Vertrauen der Bevölkerung in Apotheken. Im Rahmen eines Modellprojekts gaben 94 Prozent der Befragten an, dass sie sich erneut in einer Apotheke gegen Grippe impfen lassen würden. Dieses Ergebnis verdeutlicht die hohe Akzeptanz der Impfleistungen in Apotheken und könnte die Impfstrategie in Deutschland nachhaltig beeinflussen. Solche positiven Rückmeldungen stärken die Position der Vor-Ort-Apotheken in einem zunehmend digitalen Markt.

Im Bereich der Augenheilkunde wurden ebenfalls Fortschritte erzielt. Die Europäische Kommission hat ein Biosimilar des Medikaments Eylea zugelassen, das unter den Namen Ahzantive und Baiama vertrieben wird. Dieses Medikament wird zur Behandlung von Netzhauterkrankungen wie der neovaskulären altersbedingten Makuladegeneration und dem diabetischen Makulaödem eingesetzt. Die Zulassung könnte die Versorgung von Patienten mit diesen schweren Erkrankungen erheblich verbessern und zu einer kostengünstigeren Alternative zu bestehenden Therapien führen.

Versorgungssicherheit bleibt auch bei anderen Medikamenten ein drängendes Thema. Aufgrund eines Lieferengpasses hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Sondergenehmigung für Prostavasin erteilt. Das Alprostadil-haltige Medikament darf vorübergehend in österreichischer Verpackung auf dem deutschen Markt vertrieben werden, um die Behandlung betroffener Patienten bis Ende Februar zu gewährleisten. Diese Maßnahme unterstreicht die Bemühungen, die Versorgung auch unter schwierigen Bedingungen aufrechtzuerhalten.

Ein bemerkenswerter Vorfall ereignete sich in Griechenland, wo der Gesundheitsminister Adonis Georgiadis persönlich die Medikamentenausgabe in einer staatlichen Apotheke übernahm. Die Apotheke war aufgrund eines plötzlichen Personalausfalls geschlossen, wodurch viele Patienten dringend benötigte Medikamente nicht erhielten. Dieser Vorfall verdeutlicht systemische Schwächen im Gesundheitswesen und wirft Fragen zur Organisation und Personalausstattung staatlicher Einrichtungen auf.

Im Bereich der rechtlichen Einordnung von Arzneimitteln sorgt ein Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf für Aufsehen. Die Entscheidung, die Dronabinol-Lösung von Caelo als Fertigarzneimittel einzustufen, widerspricht der Einschätzung einer anderen Behörde, die ein vergleichbares Produkt als Rezepturarzneimittel kategorisiert hatte. Diese Divergenz führt zu Unsicherheiten in der pharmazeutischen Fachwelt und könnte weitreichende Konsequenzen für die Herstellung und Abgabe solcher Produkte haben.

Auch im Bereich des Sozialrechts gibt es wegweisende Entwicklungen. Das Sozialgericht Heilbronn erkannte die langfristigen gesundheitlichen Folgen einer COVID-19-Infektion als Grundlage für eine Verletztenrente an. Ein Krankenpfleger, der nach einer Infektion dauerhaft gesundheitliche Beeinträchtigungen erlitten hatte, erhielt damit Recht. Diese Entscheidung könnte als Präzedenzfall für ähnliche Ansprüche anderer Post-COVID-Patienten dienen und zu einer Neuausrichtung der sozialen Absicherung führen.

Im technologischen Bereich plant OpenAI gemeinsam mit Oracle und Softbank eine groß angelegte Investition in den Ausbau neuer Rechenzentren. Unter dem Projektnamen „Stargate“ soll eine Investition von 100 Milliarden Dollar getätigt werden, um die Entwicklung von KI-Technologien voranzutreiben. Diese Initiative unterstreicht die zunehmende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz für wirtschaftliche und gesellschaftliche Prozesse weltweit.

Derweil hat ein gezielter Cyberangriff auf D-Trust, den Anbieter digitaler Lösungen, Schwachstellen im Antragsportal für Signatur- und Siegelkarten offengelegt. Sensible Daten wie elektronische Heilberufsausweise und Institutionsausweise waren betroffen. Die Manipulation einer Schnittstelle ermöglichte unbefugten Zugriff auf vertrauliche Informationen. Dieser Vorfall verdeutlicht die anhaltenden Herausforderungen in der IT-Sicherheit und die Notwendigkeit, digitale Infrastrukturen effektiv zu schützen.


Kommentar:

Die genannten Entwicklungen illustrieren die Vielfalt der Herausforderungen und Chancen, vor denen das Gesundheitswesen, die Pharmaindustrie und die digitale Infrastruktur stehen. Besonders brisant ist die Diskussion um prominente Werbeträger wie Günther Jauch, die durch ihren Einfluss die öffentliche Wahrnehmung und das Konsumverhalten massiv beeinflussen. Michaela Axtners kritische Fragen zur Bedeutung der Vor-Ort-Apotheken werfen zurecht die Frage auf, ob langfristige Versorgungssicherheit und persönliche Beratung für kurzfristige Bequemlichkeit geopfert werden sollten.

Gleichzeitig zeigen Studien, wie etwa die zur Akzeptanz von Grippeimpfungen in Apotheken, dass diese Einrichtungen in der Bevölkerung hohes Vertrauen genießen. Dieses Vertrauen gilt es zu stärken, um die Rolle der Apotheken im Gesundheitswesen weiter auszubauen – insbesondere in einem Markt, der zunehmend von digitalen Angeboten dominiert wird.

Die Fortschritte in der Augenheilkunde durch die Zulassung neuer Biosimilars wie Ahzantive und Baiama belegen die Dynamik der Arzneimittelversorgung und deren potenziellen Einfluss auf die Patientenversorgung. Dennoch bleibt die Versorgungssicherheit eine Achillesferse, wie der Lieferengpass bei Prostavasin zeigt. Solche Engpässe offenbaren die Notwendigkeit eines noch engeren Austauschs zwischen Behörden, Herstellern und Apotheken, um kurzfristige Lösungen wie den Import ausländischer Verpackungen zu minimieren.

Auch der Vorfall in Griechenland mahnt zur Vorsicht: Ein Gesundheitssystem, das auf Kante genäht ist, zeigt seine Schwächen in Krisensituationen unmissverständlich auf. Derartige Lücken in der Versorgung sollten als Weckruf dienen – auch für Deutschland – um die Personalausstattung und Organisationsstruktur zukunftssicher zu gestalten.

Der Cyberangriff auf D-Trust ist ein weiteres Warnsignal, das verdeutlicht, wie verwundbar digitale Infrastrukturen weiterhin sind. Gerade im Bereich des Gesundheitswesens, wo sensible Daten zentral sind, darf die IT-Sicherheit kein nachrangiges Thema sein. Die Investition in KI-Technologien, wie sie von OpenAI und Partnern geplant ist, zeigt, dass technologischer Fortschritt unvermeidlich ist. Dieser Fortschritt muss jedoch durch robuste Sicherheitsmechanismen begleitet werden, um Vertrauen in digitale Lösungen zu wahren.

Insgesamt spannen diese Ereignisse einen weiten Bogen über medizinische, rechtliche und technologische Themen, die alle eines gemeinsam haben: Sie unterstreichen die dringende Notwendigkeit, traditionelle Strukturen und digitale Innovationen klug miteinander zu verzahnen, um das Gesundheits- und Versorgungssystem nachhaltig zu stärken.

Von Engin Günder, Fachjournalist

 

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